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Wie finden Jugendliche echte Antworten?

deine-frage_logo_250pxVor wenigen Wochen ist das Online-Projekt www.deine-frage.de gestartet. Mit der Aufforderung: „Mach mit. Suche echte Antworten“ wenden sich die Macher an die Jugendlichen. Ein ganzes Netzwerk von prominenten Organisationen (aej, cvjm, EC, Bibellesebund…) steckt hinter diesem Projekt.

Was ist der Grundgedanke des Projektes?
Konkret geht es dabei darum, dass Jugendliche ermuntert werden sollen „sich ihren Lebensthemen zu stellen“ und ihre Fragen über Gott und das Leben zu formulieren. Diese Fragen können sie auf der deine-Frage-Website posten. Die anderen Nutzer können ihre Antworten dazu schreiben. Im Idealfall entsteht daraus ein echte theologische Diskussion zwischen den Jugendlichen.

Außerdem sind die Jugendlichen aufgefordert, die Fragen der anderen zu bewerten. Zu den zehn Fragen, die am höchsten bewertet worden sind, werden Gruppenstunden entwickelt, die ab März 2015 bereitgestellt werden.

Materialien, die zur Verfügung gestellt werden
Neben der Website und einem Facebook-Auftritt gibt es eine App für das Handy. Auf der Website finden die Jugendlichen nicht nur den Frage-und-Antworten-Bereich, sondern auch ein Magazin mit verschiedenen Artikeln (zum Beispiel über „Christen bei Voice of Germany“ oder „Das erste Mal“) Für Multiplikatoren wird der Entwurf für eine Startgruppenstunde zum Download angeboten, JuGo-Materialien sind in Aussicht gestellt, die weiteren Entwürfe sollen im kommenden Jahr folgen.

Was ist davon zu halten?
Ich bin sehr gespannt, ob es gelingt Jugendliche zum gemeinsamen „Theologisieren“ auf dieser Website zu motivieren. Bislang sind zwar schon eine ganze Reihe von Fragen formuliert worden (manche mehr, andere wohl weniger ernstgemeint), aber die Antwortversuche sind noch sehr übersichtlich. Allerdings ist das Projekt ja auch gerade erst angelaufen und der religionspädagogische Ansatz ist auf alle Fälle richtig.

Meine Sorge ist, dass sich von der Ästhetik und Wortwahl des Internet-Auftritts fast ausschließlich Jugendliche angesprochen fühlen könnten, die schon zum engeren kirchlichen Milieu gehören und eine eher fromme Sozialisation mitbringen.

Wie du das Projekt nutzen kannst
Trotz dieser kritischen Anmerkung lohnt es sich meines Erachtens, in der Jugendarbeit vor Ort die Grundidee aufzugreifen. In dem Gruppenstundenentwurf für den Start stecken einige gute Ideen. Je nachdem wie deine Jugendlichen ticken, kannst du den Entwurf noch ein bisschen anpassen.

Und  Du kannst ja einfach ausprobieren, was passiert, wenn du die Jugendliche auf die Website hinweist – vieleicht liest und schreibt sich der eine oder die andere ja da fest…

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