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Jahresplanung 2015: Wie du deine Ziele erreichen kannst

SMART-Formel„Im kommenden Jahr soll es in meiner Arbeit so richtig krachen: Meine Jugendgottesdienste sollen berstend voll sein, ich will viele Jugendliche für die Weiterarbeit nach der Konfirmation gewinnen und meinen Stamm an ehrenamtlichen Mitarbeitenden ausbauen.“

Das sind sicher ehrenwerte Ziele, doch nicht besonders konkret formuliert.  Um Ziele wirklich zu erreichen, ist es extrem wichtig, die Ziele in der richtigen Form aufzuschreiben. Denn vielleicht kennst du das auch: Die guten Vorsätze sind schnell aufgegeben und Zielvorstellungen nur Produkte der Phantasie geblieben. Oder?

Eine etablierte Methode, um die eigenen Ziele sinnvoll aufzuschreiben, ist die sogenannte SMART-Formel. Wenn du deine Ziele mit Hilfe der SMART-Formel formulierst und aufschreibst, steigert das die Wahrscheinlichkeit exponentiell, dass du sie auch erreichst.

Die SMARTe Formel für gut formulierte Ziele
Gute Zielformulierungen müssen demnach folgende Eigenschaften haben:

S – Spezifisch
Das Ziel sollte so genau und so konkret wie möglich formuliert sein.

Also nicht: Im kommenden Jahr mache ich mehr Werbung für meine Kindergruppe.
Sondern: Ich schicke künftig jeden Montag einen Einladungsmail über meinen Verteiler.

M- Messbar
Das Ziel sollte messbar sein. Woher weißt du sonst, ob du das Ziel erreicht hast?

Also nicht: Ich werde mehr in der Konfi-Arbeit präsent sein.
Sondern: Ich will zwei Konfi-Einheiten (á 4 Stunden) durchführen und jeden Dienstag das Konfi-Cafe öffnen.

A – Attraktiv
Das Ziel sollte für dich attraktiv und motivierend sein. Für ein Ziel, das dir von anderen gesetzt wird, ist sehr schwer die entsprechende Motivation aufzubringen.

R – Realistisch
Das Ziel sollte für dich realistisch sein. Natürlich sind kleine und große Wunder auch in der evangelischen Jugendarbeit möglich, aber plane diese Wunder nicht schon von vornherein ein, wenn du deine Ziele formulierst. Wenn ich beispielsweise noch nie Joggen gegangen bin, ist es recht unrealistisch, in sechs Wochen einen Marathon zu laufen. Genauso ist es relativ unrealistisch, dass ich innerhalb eines Jahres meine Ehrenamtlichengruppe von 3 auf 30 Jugendliche aufstocke.

Also nicht: Ich werde die Anzahl der JuGo-Besucher von 10 auf 100 steigern.
Sondern: Ich will die Besucheranzahl im JuGo erhöhen und werde deshalb vor jedem Gottesdienst 30 Jugendliche persönlich einladen.

T- Terminiert
Ein Ziel sollte einen Termin haben. Einen Termin, an dem ich etwas tue (z.B. jeden Montag und Mittwoch) oder einen Termin, bis zu dem ich etwas getan haben werde.

Also nicht so: Ich will die Jugendseite auf der Homepage überarbeiten.
Sondern: Ich werde bis zum 15. Februar die Jugendseite auf der Homepage neu layouten.

Wie könnten nun die am Anfang des Beitrages formulierten Ziele nach der SMART-Formel aussehen?

1) Meine Jugendgottesdienste sollen berstend voll sein.
Ich werde im kommenden Jahr fünf Jugendgottesdienste anbieten (jeweils am 1. Samstag im März, Mai, Juli, Oktober, November). Jeweils eine ganze Vorbereitungssitzung werde ich dem Thema Werbung widmen. Ich selbst werde jeweils 30 Jugendliche persönlich zum JuGo einladen.

2) Ich will viele Jugendliche für die Weiterarbeit nach der Konfirmation gewinnen.
Ich kläre mit dem verantwortlichen Pfarrer, ob ich bis zur Konfirmation eine musikalische Einheit im Konfirmandenunterricht durchführen kann. In diesem Zusammenhang werde ich die Konfis einladen, nach der Konfirmation im Musicalprojekt mitzuarbeiten.

3) Ich will meinen Stamm an ehrenamtlichen Mitarbeitenden ausbauen.
Ich biete im März einen Fit4Kids-Workshop für neue Ehrenamtliche an. Bis zum 15. Februar habe ich die Einladung dazu an 50 Jugendliche verteilt.

Das könnte doch gehen, oder?

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