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Andachten für Jugendliche – authentisch statt anbiedernd

cropped-1381212_831210673572259_84293147_n-e1412766127686.jpgJa, ich habe ich es auch gemacht: Andachten in Jugendsprache gehalten, die ich sonst nicht spreche. Andachten über aktuelle Songs gestaltet, die ich privat nie anhören werde. In Andachten PC-Spiele aufgenommen, in die ich nur mal fünf Minuten eingeschaut habe. In dem Wunsch, meine Andachten für Konfis oder Jugendliche zielgruppengerecht zu gestalten, bin ich sicher oftmals über das Ziel hinaus geschossen. Das, was ich da erzählt habe, war nicht mehr meins, sondern ein verunglückter Versuch, die Jugendlichen einer mir fremden Lebenswelt zu erreichen.
Ich glaube mittlerweile: Das geht nicht. Eine Andacht muss zum einen authentisch sein. Sie muss deutlich machen, was mir persönlich wichtig ist, welche Erfahrungen ich gemacht habe und auch, welche Fragen und Zweifel ich habe. Und zum anderen muss sie zielgruppenorientiert sein. Die große Kunst ist nun eine Schnittmenge zwischen beiden Punkten zu finden: Was ist mir persönlich wichtig und was spielt in der Lebenswelt der Jugendlichen eine Rolle?

Ein guter Weg ist es dabei, aus dem Andachtsmonolog einen echten Dialog zu machen: Vielleicht gelingt es ja auch aus einer Andacht für Jugendliche eine Andacht mit Jugendlichen zu machen.

 

1 Kommentar

  1. Das im Artikel formulierte „Leiden“ kann ich gut nachvollziehen.
    Umso wichtiger ist mir die a.E. zum Ausdruck gebrachte Ermutigung, sich trotzdem einzubringen. Es könnte ja sein, dass auch Jüngere auf die Lebenserfahrung Älterer dankbar zurückgreifen … wenn sie dabei nicht bevormundet werden. Deshalb kann ich den Ansatz, die eigenen Fragen und Ansichten der Jugendlichen aber auch deren Kompetenzen(!) ins Spiel zu bringen, nur unterstützen.
    Ideen: http://www.relipuls.de/2014/10/24/selfie-ist-der-mensch/

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