Permalink

0

An-gedacht reicht vollkommen aus

Bild1Am Beginn einer Gruppenstunde, beim Teamerstammtisch oder als Abendabschluss auf der Sommerfreizeit: Immer wieder stellt sich in der Evangelischen Jugendarbeit auch die Frage, ob eine Andacht gehalten werden soll. Dabei geht es nicht darum, wenigstens einmal am Tag besonders fromm zu sein, weil man ja schließlich zur Kirche gehört. Vielmehr ist eine Andacht die Chance, den Blick über den Tellerrand zu heben und – mal ganz allgemein gesagt – zu überlegen, was unser Leben ausmacht. Ziel einer Andacht ist eine persönliche Begegnung mit einem Text, einer Bibelstelle, einer Geschichte, einem Gedanken oder einem Symbol – in der Hoffnung, dass daraus eine Begegnung mit Gott wird.

Das Tolle an Andachten ist, dass der Andachthaltende kaum etwas falsch machen kann. Es gibt keine verbindliche theologische Andachtstheorie. Und auch in der Praxis findet sich von der Taize-Andacht über das Verlesen einer Losung bis hin zu einem recht formalen kleinen Gottesdienst so allerlei.

Wichtig für die Andachtspraxis: Es geht bei einer Andacht um etwas An-gedachtes, das zum Weiterdenken anregt. Es muss nicht fertiggedacht oder in einem umfassenden theologischen Konzept bestehen. Eine Andacht soll einfach anregen und ermutigen. Gerade in der Jugendarbeit sind da vielerlei Formen möglich.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*